Lecker Schmecker Vegan Essen! auf einer größeren Karte anzeigen
geschrieben am 19.11.2011 um 00:06 Uhr - 5 Kommentare - Share:

Und schon wieder ist das Jahr fast um, draußen ist es auf einmal mega kalt und schon will man schöne Lichterketten aufhängen und mindestens einen LKW voll mit Plätzchen backen!
Glücklicherweise gibt es genau in dieser Zeit überall Backzeug im Angebot, weswegen man auch wirklich so einen LKW voll backen kann :)
Stellt sich nur die Frage, welche und wie viele verschiedene Kekssorten man backen soll.
Ich bin grundsätzlich dafür alle Sorten zu backen und wenn man lustig ist, kann man den ganzen Tag durchbacken und Leuten eine Freude mit leckeren veganen Weihnachtsplätzchen machen :)
Selbstverständlich gehören nicht nur Plätzchen zu Weihnachten, sondern auch Stollen muss man im Grunde essen.
Da ich persönlich den typischen Stollen mit Rosinen, Zitronat und Orangeat nicht so gerne mag, habe ich bisher nur einen Mandelstollen gebacken, der je nach Geschmack mit Marzipanfüllung noch besser wird.


Aber fangen wir mit den Plätzchen an.
Die obercoolsten, aber dennoch einfachsten und mega Kinderspaß Plätzchen sind sogenannte Adventsplätzchen, welches man mit lustigen Keksausstechern ausstechen und dann mit verschiedensten bunten Sachen in kreativster Weise verzieren kann!
Der Teig an sich ist sehr simpel und das anspruchsvollste ist wohl ihn für 45 Minuten lang im Kühlschrank zu lassen.
Danach kann man den Teig einfach ausrollen und mit cooleren Keksausstechern als den üblichen Weihnachtsformen ausstechen.
Leider habe ich persönlich keine Roboterausstecher gefunden, mit denen ich mich selber ausserordentlich bespaßen hätte können :(
Falls man also bei den Weihnachtsformen bleiben muss, hat man dennoch im nächsten Schritt sehr viel Spaß.
Es sind einem wirklich absolut keine Grenzen gesetzt.

Man kann die Kekse mit mit Lebensmittelfarbe eingefärbtem Zuckerguß oder auch einer Schokoladenglasur bestreichen.
Mit Zuckerschrift kann man den Keksen ein Gesicht geben und auch herausstellen, was die Form überhaupt darstellen soll ;)
Bunte Streusel, Schokostreusel, goldene Perlen und alles verzierende, was vegan ist, kann auch draufgepackt werden.
Man sollte darauf achten, dass die Schokosachen alle Zartbitter und ohne irgendwelche Süßmolke, Lactose, etc. sind und bei dem bunten Kram gibt es oft Sachen mit Gelatine, Bienenwachs oder E 120 (Cochenille) und E 124 (Cochenillerot A), welches beides rote Farbstoffe sind, die aus Cochenilleläusen gewonnen werden.
Es bleibt aber definitiv genug süße Verzierung übrig um tolle vegane Kekse herzustellen :)
Das Rezept für die Adventsplätzchen findet ihr hier.


Ein bisschen weniger kreativitätsfördernd, aber dafür noch leckerer sind die feinen Nussplätzchen.
Auch hier ist der Teig sehr einfach fertig gemacht und wird kurz im Kühlschrank abgekühlt.
Anschliessend wird der Teig ebenfalls ausgerollt und man kann sich mit coolen Keksausstechern daran auslassen!
Ansonsten kann man natürlich auch die Verziernuss oder die Verziernüsse auf eine mehr oder minder lustige Art platzieren ;)
Die Kekse gehen während des Backens schon ganz gut auf und werden danach relativ hart, was sie aber nur noch leckerer macht.
Bisher sind die Nussplätzchen auch immer wunderbar bei Nicht-VeganerInnen und darüber hinaus auch bei mir selber als Nicht-Veganerin angekommen, sodass sie im Großen und Ganzen einfach jedes Jahr ein Muss sind.
Einfach, schnell, superlecker - was will man mehr von Keksen?
Also unbedingt testen und sich und andere beglücken :)
Das Rezept für die Nussplätzchen gibt es wie immer in meiner Rezeptdatenbank.


Typisch weihnachtlich und natürlich sehr bekannt sind Vanillekipferl.
Deswegen muss man wohl auch kaum etwas dazu sagen, ausser dass die vegane Version der nicht-veganen in nichts nachsteht.
Die Kekse sind nussig, aber leckererweise schmeckt man insbesondere die Vanillehülle.
Da ich bei der wirklich schwer zu entscheidenden Eisfrage (Schoko oder Vanille?) auf jeden Fall sowas von auf der Vanilleseite bin, und sowieso jeder weiß, dass Vanille am besten ist, ist das also ein überaus tolles Feature der Kekse ;)
Vom Aufwand her sind sie trotz oder eben gerade wegen der uniformen Form aufwändiger als die Ausstechplätzchen.
Jedoch wird es bedeutend schneller, wenn man einmal raus hat, wie man eben auf eine schnelle Weise Kekse in akzeptabler Kipferlform hinbekommt.
Es mag zwar so komische Kipferlbackformen geben, aber die sind nicht nur komplett überflüssig, sondern funktionieren laut einigen Aussagen nicht mal sonderlich.
Also einfach selber formen. Mit jedem Blech bekommt man wirklich mehr Übung und somit auch Schnelligkeit.
Man sollte ansonsten hier ebenfalls beachten, dass die Kekse relativ gut aufgehen, weswegen man sie nicht allzu nah beieinander platzieren sollte.
Die Kekse sind großartig und süchtig machend, aber das sind ja im Grunde alle Plätzchen, wenn man nicht gerade ganz komische Sachen bäckt ;)
Der Bekanntheitsgrad ist natürlich auch noch ein Pluspunkt.
Demnach Vanillekipferl auch direkt auf die Liste der zu backenden Plätzchen setzen!
Das Rezept für die tollen Kipferl gibt es hier.


Hat man nun einmal das Kipferl-Formen gelernt, kann man auch direkt noch eine Runde Nougatkipferl hinterher backen.
Nougat ist großartig, Kipferl sind, wie wir gelernt haben, auch großartig, also müssen Nougatkipferl demzufolge einfach sensationell sein.
True Story!
Das Problem bei den Plätzchen ist, dass man nicht so einfach veganen Nougat findet.
Die meisten Firmen packen in ihr Nougat gerne noch etwas Lactose rein, um uns den ganzen Essspaß zu vermiesen.
Zum Glück gibt es aber irgendwo versteckt auch veganen Nougat, den man, sobald man ihn gefunden hat, direkt hamstern sollte.
Ich hab meinen bisher immer im Real und, wenn ich mich recht erinnere, von der Real Hausmarke gekauft.
Da ich aber umgezogen bin, muss ich jetzt erst einmal einen neuen Nougat-Dealer ausfindig machen.
Leider scheint das nicht allzu einfach zu werden, weil es in der Nähe keine größeren Supermärkte gibt und einen Real gibt es nur ziemlich weit entfernt.
Wäre aber auch lustig, wenn man zum Nougat-Shoppen extra nach Köln fährt, aber mein Workspace fördert diese doch recht lustige Gegebenheit, sofern ich nicht zufälligerweise doch noch veganen Nougat hier finde.
Der Nougat von Ruf scheint beispielsweise auch vegan zu sein, sodass die Chancen vielleicht doch nicht allzu niedrig sind.
Hat man also veganen Nougat gefunden, kann man wieder Kipferl rollen bis der Arzt kommt und alle Plätzchen wegisst!
Zur Kipferlkrönung, die bei den Vanillekipferln aus der Vanillezucker-Hülle besteht, kommt hier Zartbitter Schokolade oder Kuvertüre zum Einsatz.
(Sorry Vanillefans! Ich bin wirklich eine von euch, aber hier hat Schoki klar gewonnen!)
Wählen Sie diesen Link für das Nougatkipferlrezept.


Hat man nach den vielen Kipferln und tollen Nussplätzchen und kreativer Buntheit in Keksform noch nicht genug, wird es Zeit die Mutter aller Weihnachtskekse zu backen: Spritzgebäck!
Leider braucht man dazu Gerätschaft, da es unglaublich uncool ist, wenn man Spritzgebäck Teig aussticht oder etwas anderes damit macht.
Ergo braucht man einen veganen Fleischwolf. Die sind gar nicht soo teuer und man kann damit auch noch andere Sachen machen, wie beispielsweise Kichererbsen verarbeiten um Falafel zu machen oder anderen Seitan-, Tofu-, Gemüsespaß.
Es gibt verschiedene Vorlieben einerseits für die Spritzgebäckform, als auch pro oder contra Schokoguss auf den Keksen.
Bei Pasta gibt es ja auch Verfechter von verschiedenen Formen und auch Leute, die der Meinung sind, dass das doch vollkommen egal ist, weil alle Nudeln gleich schmecken.
Ich bin bei sowas ziemlich pedantisch und finde schon, dass sowohl Nudelformen, als auch Keksformen den Geschmack deutlich verändern.
In Bezug auf Spritzgebäck bedeutet das, dass ich einfach alle Variationen mache ;)
Die flache Form, die wurstige Sternform, die flache Form mit Schoki und die wurstige Sternform mit Schoki.
Alles ganz großartig und lecker und im Grunde auch fix durch den veganen Fleischwolf gedreht!
Auch das Rezept für Spritgebäck ist natürlich in der Rezeptdatenbank.


Zum Schluss dann mal etwas unplätzchenhaftes, aber überaus weihnachtliches, nämlich ein Mandelstollen verfeinert mit einer Marzipanfüllung.
Natürlich geht das auch ohne Marzipan und ich selber muss das auch nicht unbedingt haben, obwohl ich Marzipan mittlerweile sehr gerne mag.
Das ist wohl so eine leichte man-liebt-es-oder-man-hasst-es-Sache, aber zur Not kann man die Füllung ja immer noch zurücklassen oder rauspuhlen.
Das klingt jetzt zwar nach dem großartigen Fleischfresser-Spruch, von wegen man könne ja die Salami und den Käse einfach von der Pizza runterkratzen oder auch nur die Pasta essen, die keinen Parmesan drauf hat, aber das geht hier wirklich deutlich einfacher ;)
Stollen klingt natürlich erst einmal super aufwändig, zumal man, glaube ich, sogar je nach Firma veganen Stollen kaufen kann.
Dennoch gibt es da, soweit ich weiß, meistens keinen Mandelstollen und ausserdem ist das eh deutlich cooler, wenn man sowas selber backen und dann damit angeben kann :)
Der Stollen dauert wirklich ziemlich lange, aber die meiste Zeit muss er einfach nur gehen und man kann währenddessen noch mehr Plätzchen backen.
Am Ende kann man sich dafür aber wirklich freuen, denn er ist ziemlich lecker, selbstgebacken und Mandelstollen ist sowieso besser als der normale Stollen mit Rosinen, Zitronat und Orangeat.
Natürlich ist im Mandelstollen auch Zitronat drin und eigentlich mag ich Rosinen ganz gerne, dennoch gefällt mir der Mandelstollen einfach deutlich besser. Vielleicht liegt es auch daran, dass der selbstgebackene Stollen saftiger ist.
Zumindestens hat mich die Trockenheit von Weihnachtsstollen immer schon gestört und auch Sprühsahne konnte das irgendwie nicht besser machen.
Das Rezept für den Stollen findet ihr hier.


So, und jetzt dürfen wir uns wundern, warum man immer zur Weihnachtszeit etwas mehr veganen Speck ansetzt.
Ich würde ja mitraten, aber ich kann grad nicht mehr tippen, weil meine Hände voll mit Krümeln sind :)


Kommentare

Homeveganer

19.11.2011 um 02:50 Uhr
Mist, warum habe ich jetzt noch in den Google Reader
geschaut? Jetzt habe ich nachts um 3 Hunger auf was süßes :-)

Fanta

28.11.2011 um 09:32 Uhr
Hallo,
die Plätzchen sehen soooo lecker aus, dass ich am liebsten sofort anfangen würde zu backen :)
Da ich aber noch ein paar Sachen besorgen muss, wollte ich zunächt einmal fragen: was ist denn ein veganer Fleischwolf?^^ Lässt sich das Spritzgebäck auch mit einer Spritztüte verarbeiten, oder ist der Teig viel zu fest dafür?
Und welche Speisefarbe benutzt du? Die wenigen die ich bisher (in Supermärkten) gesehen habe, waren aufgrund der Farbstoffe leider nicht vegan...
Und was sind schon Adventsplätzchen wenn da kein bunter Zuckerguss drauf ist?
Viele Grüße :)

Ricarda

30.11.2011 um 01:35 Uhr
Ich meine mit veganem Fleischwolf einfach einen normalen ;)
Oder wie auf meinem Lurch (zumindestens auf Deutsch) steht: Drehwolf.
Der Teig ist deutlich zu fest um ihn mit einer Spritztüte zu bearbeiten. Es gibt auch extra so Spritzgebäckpumpen zu kaufen, aber so ein Fleischwolf ist deutlich einfacher zu handhaben und kann halt auch für anderen Kram benutzt werden.

Ich habe Speisefarbe und Zuckerschrift aus dem Real. An die Firma erinnere ich mich nicht mehr, da ich die Farbe vor Ewigkeiten gekauft habe und auch nicht so schnell wieder nachgucken kann, da ich leider in einer Real-freien Zone wohne :/

SHreCo

26.03.2012 um 05:26 Uhr
Weihnachten ist schon so lange her und ich warte auf Frühlingsinspirationen von
dir...:)
Sehnsüchtige Grüße an dich und deine Küche

Nina

18.11.2012 um 19:43 Uhr
Yummy yummy YUMMY. Habe heute mit meinen Zwerginnen die Weihnachtssaison eröffnet und dafür dein tolles Rezept benutzt.

https://ninaimwunderland.wordpress.com/2012/11/18/7-sachen-3/
Danke dafür und vorweihnachtliche Grüße von Nina

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